Die häufigsten Fragen zur Ausbildung zur Fachkraft/Fachbegleitung für tiergestützte Interventionen

1. Was ist eine Fachkraft/FachbegleiterIn für tiergestützte Therapie (FTT)?

Eine FTT ist eine Person, die durch eine spezialisierte Ausbildung befähigt ist, Tiere im Rahmen therapeutischer Maßnahmen einzusetzen.

 

2. Warum ist die Arbeit der Fachkraft/Fachbegleitung für tiergestützte Interventionen so wertvoll?

Tiergestützte Intervention und Therapie basieren auf dem Grundgedanken der humanistischen Therapie nach Rogers, wonach eine erfolgreiche Therapie nur möglich ist, wenn der Patient von einem Lebewesen betreut wird, das weder bewertet noch urteilt, sondern sich empathisch und authentisch verhält. Tiere erfüllen diese Eigenschaften, da sie dem Patienten Sicherheit und Zuwendung bieten, ohne etwas von ihm zu fordern oder Fehler zuzuweisen.

Die Wahl der Tiere, mit denen die Fachkraft zusammenarbeitet, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem individuellen Konzept, den Möglichkeiten und Bedürfnissen des Tieres sowie den Bedürfnissen des Patienten. 

Für eine erfolgreiche tiergestützte Intervention sind jedoch mehr als nur der Kontakt zwischen Mensch und Tier erforderlich. Die Fachkraft entwickelt Konzepte, die die Persönlichkeit, Lebensumstände und Bedürfnisse des Patienten sowie die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Tieres berücksichtigen. Es ist wichtig, dass die Fachkraft das Wohlbefinden des Tieres schützt und die Therapie dokumentiert und auswertet. Die Fachkraft ist in der Lage, das Tier angemessen zu schützen und auf dessen Bedürfnisse zu achten.

Tiergestützte Intervention und Therapie können bei einer Vielzahl von Problemen eingesetzt werden, wie Depressionen, Ängsten, Bluthochdruck und physischen Beschwerden. Die Fachkraft für Tiergestützte Intervention und Therapie hat neben der Zusammenarbeit mit Tier und Mensch und der Entwicklung von Konzepten auch weitere Aufgaben, die sich nach ihrem Hauptberuf richten.

 

3. Welche Voraussetzungen benötigt man für die Ausbildung zur FTT?

In der Regel wird eine abgeschlossene Berufsausbildung, optimalerweise im sozialen oder pädagogischen Bereich sowie Erfahrungen im Umgang mit Tieren vorausgesetzt. Aber auch Quereinsteiger können eine Ausbildung zur FTT absolvieren.

 

4. Wie lange dauert die Ausbildung zur FTT?

Die Ausbildungsdauer kann je nach Anbieter und Ausbildungsmodell unterschiedlich sein. In der Regel dauert die Ausbildung jedoch mindestens ein Jahr.

 

5. Wo kann man eine Ausbildung zur FTT absolvieren?

Die Ausbildung kann an verschiedenen Bildungseinrichtungen, wie zum Beispiel Schulen, Hochschulen oder privaten Anbietern, absolviert werden.

 

6. Was lernt man in der Ausbildung zur FTT?

In der Ausbildung zur FTT werden unter anderem Kenntnisse in den Bereichen Tierverhalten, Tierhaltung, Mensch- Tier Kommunikation, Pädagogik und Psychologie vermittelt. Außerdem werden praktische Fähigkeiten im Umgang mit Tieren erworben.

 

7. Wie kann man sich nach der Ausbildung zur FTT weiterbilden?

Nach der Ausbildung zur FTT können Fort- und Weiterbildungen besucht werden, um das Wissen und die Fähigkeiten in diesem Bereich zu vertiefen oder um sich auf bestimmte Zielgruppen oder Tierarten zu spezialisieren.

 

8. Ist es möglich nach der Ausbildung  tiergestützte Therapie anzubieten auch wenn man keinen therapeutischen Grundberuf erlernt hat?

Grundsätzlich ja wenn die tiergestützten Einsätze in Kooperation mit einem Therapeuten statt finden. 

 

9. In welchem Rahmen ist die Ausübung der tiergestützten Tätigkeit möglich?

Eine Ausübung der tiergestützten Tätigkeit ist im Rahmen des Quellberufes , auf selbstständiger Basis und fallweise auch im Rahmen einer Anstellung möglich.  

 

10. Wieviel verdient eine Fachkraft für tiergestützte Interventionen?

Das Gehalt einer Fachkraft für tiergestützte Therapie (FTT) kann je nach Arbeitgeber, Beschäftigungsart und Region stark variieren. In der Regel liegt das Gehalt jedoch im Bereich des durchschnittlichen Gehalts von Fachkräften im sozialen Bereich.